Budget in der Schweiz: Richtwerte, mit denen die Rechnung aufgeht
Amerikanische Budgetregeln passen nicht in die Schweiz: hier zahlt man Krankenkasse selbst, Steuern kommen als Rechnung statt als Lohnabzug, und der 13. Monatslohn verzerrt den Dezember. Diese Richtwerte stammen aus der Praxis der Budgetberatung Schweiz.
| Posten | Anteil am Nettoeinkommen | Bei CHF 6'000 netto |
|---|---|---|
| Wohnen inkl. Nebenkosten | 25 bis 33 % | 1'500 bis 2'000 |
| Krankenkasse und Gesundheit | 8 bis 12 % | 480 bis 720 |
| Steuern (Rückstellung) | 10 bis 15 % | 600 bis 900 |
| Lebensmittel und Haushalt | 12 bis 18 % | 720 bis 1'080 |
| Mobilität | 5 bis 10 % | 300 bis 600 |
| Versicherungen, Abos, Kommunikation | 5 bis 8 % | 300 bis 480 |
| Freizeit, Kleider, Ferien | 8 bis 12 % | 480 bis 720 |
| Sparen und Vorsorge (3a) | mind. 10 % | 600 oder mehr |
Der häufigste Fehler: Steuern nicht zurückstellen
Die Steuerrechnung kommt einmal im Jahr, oft im Frühling, und ist für viele Haushalte die grösste Einzelrechnung. Wer sie nicht monatlich mit einem Zwölftel zurückstellt, finanziert sie mit dem 13. Monatslohn oder auf Kredit. Dasselbe gilt für Ferien und die Franchise der Krankenkasse.
Säule 3a gehört ins Budget, nicht in den Rest
Die Einzahlung in die Säule 3a (2026 maximal CHF 7'258) spart je nach Kanton 1'500 bis 2'500 Franken Steuern. Als monatlicher Dauerauftrag von rund 600 Franken ist sie ein Fixposten, der sich doppelt auszahlt.
Die Faustregel
Fixkosten plus Rückstellungen unter 65 % des Nettoeinkommens halten. Darüber macht jeder unerwartete Monat Probleme.
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